Fundstuecke

Es gibt ihn, den Arlesheimer See!

In der Gemeinde Arlesheim gibt es keinen "Arlesheimer See"; der Bericht des Wanderers vom 1. April war unschwer als Aprilscherz zu erkennen. Aber es gibt ihn, den Arlesheimer See! Wie beschrieben ist er als Naturschutzgebiet für die Öffentlichkeit gesperrt; er ist vor allem für die überwinternden Vögel von grosser Bedeutung - die Beschreibung des Sees und seiner Flora und Fauna entspricht den Tatsachen und ist kein Aprilscherz. Westlich grenzt der Arlesheimer Wald an den Arlesheimer See.

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Ein Silberreiher am Arlesheimer See

Der Arlesheimer See liegt in Baden-Württemberg, in Freiburg, Stadtteil Tiengen, und ist nach unserer Gemeinde benannt. Das 23 Hektar grosse Gebiet des Arlesheimer Waldes und des Arlesheimer Sees in Tiengen war viele Jahrhunderte lang im Besitz des Basler Domkapitels. Die Namensgebung von Wald und See erfolgte in Erinnerung an die geschichtlichen Beziehungen zwischen Tiengen und des seit 1678 in Arlesheim ansässigen Basler Domkapitels. Das Domkapitel hatte zudem bis 1806 das Patronat über die Tiengener Dorfkirche inne.

Der Arlesheimer See entstand im Zuge des Autobahnbaus Karlsruhe – Basel Anfang der 1960er Jahre: zur Deckung des enormen Bedarfs wurde entlang der Trasse Kies entnommen, dabei entstanden die heutigen Baggerseen. 1966 wurde der Bereich „Arlesheimer See“, initiiert durch die Aktivitäten des damaligen Bundes für Vogelschutz, als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Arlesheim am See

Arlesheims Wahrzeichen sind der Dom, Burg Reichenstein, Schloss Birseck und die Eremitage. Weniger bekannt ist der Arlesheimer See, der aus Naturschutzgründen für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

Arlesheimer-See

Der See besitzt offene Wasserflächen und Verlandungsbereiche in denen Schwimm- und Tauchpflanze, Röhricht und Gross- Seggenried vorkommen. Stellenweise ist das Gewässer auch von einem Sumpfwald umgeben.

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Bisher konnten am Arlesheimer See 157 Vogelarten, darunter 48 Brutvogelarten, nachgewiesen werden. Besonders für überwinternde Vögel ist das Gebiet aufgrund seiner beruhigten Lage von grosser Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten hat sich zusätzlich eine arten- und individuenreiche Libellenfauna entwickelt, 31 Libellenarten konnten bis heute beobachtet werden.


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Besonders für die Vogelwelt ist der Arlesheimer See ein bedeutendes Brutgebiet sowie ein wichtiger Rast- und Nahrungsplatz.

Am Arlesheimer See werden regelmässig faunistische Erhebungen gemacht. So wurden beispielsweise nachgewiesen:
Amphibien: Erdkröte, Grasfrosch, Kreuzkröte und Seefrosch
Säugetiere: Rauhautfledermaus und Wasserfledermaus
Vögel: Baumpieper, Beutelmeise, Eisvogel, Gartenrotschwanz, Grünspecht, Kleinspecht, Mittelspecht, Neuntöter, Teichhuhn, Waldschnepfe und Wasserralle.

Um den Artenreichtum in und am Arlesheimer See zu schützen, ist der See für die Öffentlichkeit gesperrt.

Siehe auch Es gibt ihn, den Arlesheimer See!

Ein Kränzchen für einen Arleser Bührer

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Bührer-Oldtimer-Traktor an der Hauptstrasse 43

Pünktlich zur Eröffnung des Automobilsalons in Genf stellt der Wanderer ein automobiles Arleser Fundstück aus einer der bedeutendsten Traktorenfabrik der Schweiz vor: an der Hauptstrasse 43, dem denmalgeschützten Sundgauerhof, steht ein über 40-jähriger Bührer und erleichtert seinem Besitzer - ganz im Sinne des Firmengründers Fritz Bührer - die Arbeit. Heute ist die Bührer Traktorenfabrik AG vor allem in den Bereichen Service, Reparaturen, Umbauten und Restaurierung landwirtschaftlicher Maschinen und Marken tätig.

Buehrer-Traktor
2009 wird für die Bührer Traktorenfabrik AG ein wichtiges Jahr. Vor genau 80 Jahren wurde der erste Bührer Traktor erstellt und die Firma gegründet. Bis Jahrgang 1973 wurden die Traktoren in Bührergrün, von 1974 bis 1978 in Gelbgrün produziert. Bildquelle

Fritz Bührer, 1896 in Hofen/SH geboren, absolvierte eine Lehre als Automechaniker. Früh schon hatte er das Ziel, die Arbeiten der Landwirtschaft zu erleichtern. 1921 machte er sich in einer gemieteten Werkstatt selbständig . Zwei Jahre später konnte er seinen Lehrbetrieb übernehmen. Als er im Jahr 1927 die Ford-Vertretung übernehmen konnte, war der Grundstein für die bedeutendste Traktorenfabrik in der Schweiz geschaffen worden. Im Januar 1929 wurden die ersten Traktoren von Fritz Bührer aus Ford Autoteilen erstellt. Der Bührer-Traktor war einer der ersten mit Luftbereifung. In den Jahren 1942 bis 1968 wurden die Traktoren mit Original Bührer Motoren ausgestattet, 1971 hat Bührer als erster Schweizer Traktorenhersteller den 20’000-sten Traktor gebaut. Heute sind noch über 10'000 Bührer-Traktoren im Einsatz. Einer davon in Arlesheim.

Quelle: BührerZiitig 2008

Bruce Mertens, Stein-Skulpturen



Rückblick auf den 14. November 2008: Eröffnung der Ausstellung mit Skulpturen von Bruce Mertens in der Trotte in Arlesheim.
Neu auf Youtube ein Film von Peder W. Strux mit Ausschnitten von der Vernissage. Ab 5. Minute: Bruce Mertens erläutert.

Arleser Stiftung erhält internationalen Fotopreis

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Jahreskalender 2009 für die Stiftung Wakina Mama Na Watoto ausgezeichnet

Der Kalender „The time is always now“ der Arlesheimer Stiftung Wakina Mama Na Watoto wurde in diesem Jahr mit dem „No.1 – Preis der Kodak Fotokalender Jury“ ausgezeichnet.

Zum elften Mal in Folge realisierte Grafik + Design Wenger (Bern, Schweiz) in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Joe Würfel (Zürich/Miami) einen Jahreskalender für die Arlesheimer Stiftung Wakina Mama Na Watoto. Die Bilder dieses Kalenders zeigen in einer unbeschreiblichen Intensität die unbekannten sowie faszinierenden Seiten Afrikas und geben einen Einblick in die schon fast verloren gegangene Kultur des schwarzen Kontinents, schreibt die Jury. Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender fliesst in die 1991 von Karin Vetter, Arlesheim, gegründete Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen im Tal von Hezya, Tansania, nachhaltig zu verbessern.

In diesem Jahr feiert der „Internationale Kodak Fotokalenderpreis“ sein 40-jähriges Jubiläum. Dieser renommierte Preis für herausragende gelungene Fotokalender wird traditionell im Rahmen der „Internationalen Kalenderschau“ in Stuttgart vergeben, die vom Graphischen Klub Stuttgart, dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dem Verband Druck und Medien in Baden-Württemberg sowie der Kodak GmbH veranstaltet wird.

Neue Ansichten aus Arlesheim

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Ermitage Arlesheim, Aequadukt, © Roland Zumbühl, picswiss

Der Arlesheimer Lehrer und Fotograf Roland Zumbühl widmet eine seiner neusten Fotostrecken seinem Dorf.

Roadster mit Arlesheimer Antrieb: Weltpremière am Salon

PGO
PGO Cévennes Turbo-CNG

Am diesjährigen Internationalen Autosalon in Genf (6. - 16.3.2008) wird am Stand der Arlesheimer Firma Gasmobil AG der Erdgas-Roadster PGO Cévennes Turbo-CNG erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Diese neuste seriennahe Erdgas-Studie verfügt über einen 150 PS 1.6-Liter-Turbomotor. Der Erdgas-Tank ist im Unterboden angeordnet, die Reichweite beträgt 450 km. Trotz CO2-Werten von durchschnittlich nur 118 Gramm pro Kilometer beschleunigt dieses Fahrzeug in 6,5 Sekunden auf 100km/h.

Dornach im Bild

Roland-Zumbuehl-Dornach
Dornach: Blick über die Dächer zum Goetheanum
© Foto: Roland Zumbühl, picswiss

Unsere Nachbargemeinde Dornach wurde neu von Roland Zumbühl, Arleser Lehrer und Fotograf, porträtiert. Der Bilderreigen ist auf seiner Webseite picswiss zu finden.

Diamond Award für Eremitage-Foto

The Garden Foto und Text by Marta; ausgezeichnet mit dem FlickrDiamondAward:

Marta-Flickr-Eremitage
I came up to see you in the garden
when you taught all the birds to sing



Dans la mer du Japon Foto by Marta:
Marta-Dom-Arlesheim


Beide Aufnahmen gehören zu Martas Flickr-Serie A sentimental journey.

Kurt Tuch zum 130. Geburtstag

Am 27. Mai 2007 wäre der expressionistische Künstler Kurt Tuch 130 Jahre alt geworden. 1930 liess er sich für einige Jahre in Arlesheim nieder und konnte aufgrund der politischen Verhältnisse nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Seine Bilder wurden von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" betitelt und teilweise beschlagnahmt.

Kurt-Tuch-Ruine-Birseck-Arlesheim-um-1930
Kurt Tuch: Ruine Birseck Arlesheim, um 1930, Oel auf Leinwand

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Kurt Tuch: Badende in der Birs bei Arlesheim, um 1925/1930, Oel auf Leinwand

Kurt Tuch (*27.5.1877 in Leipzig, 23.11.1963 in Muri/AG) gehört zur zweiten Generation der Expressionisten. Er war um 1896/1898 Schüler von Max Klinger und erhielt als erster für sein Bild „Sonntag an der Marne“ den von Klinger gestifteten „Villa-Romana-Preis“ des Deutschen Künstlerbundes, mit dem 1905/1906 ein Studienaufenthalt in Florenz verbunden war. Als "Villa-Romana-Preisträger" steht er - zumindest in dieser Hinsicht - in einer Reihe mit Ernst Barlach, Max Beckmann und Käthe Kollwitz, die ihm später als Preisträger folgten. Längere Aufenthalte führten ihn auch nach Rom und Paris, wo ihn Van Goghs Werke nachhaltig beeindruckten und er Ateliernachbar von Edvard Munch war. Um 1910 begründete er zusammen mit Max Beckmann die Künstlervereinigung „Boerde“ in Magdeburg. Von 1912 bis 1924 wirkte er an der Kunstgewerbeschule in Magdeburg, ab 1921 als Professor. 1930 siedelte er nach Arlesheim über, nahm eine Lehrtätigkeit am Goetheanum in Dornach auf und beteiligte sich an einer Vielzahl von Ausstellungen in ganz Europa, so in Amsterdam, St. Petersburg oder der Weltausstellung in Paris. Die Farbenlehre Rudolf Steiners beeinflusste mit zunehmendem Alter immer mehr sein Werk.

Kurt-Tuch-Selbstportraet-vor-Sternenhimmel-1963
Kurt Tuch: Selbstporträt vor Sternenhimmel, Kreidezeichnung, 1963

Während die Werke der expressionistischen Avantgarde der erste Generation mit einem Kirchner, Heckel oder Beckmann das Entsetzen vor der Wirklichkeit wiedergaben und die Kunst revolutionierten, kommt in den Bildern der auch als Postexpressionisten oder „verschollene Generation“ bezeichneten Künstlern wie Kurt Tuch dieser Aufschrei nur noch verhalten zum Ausdruck. Mit den auch als "Schatten-Expressionisten" bezeichneten Künstlern entschärfte sich der Expressionismus, er verbildlichte ein Echo auf die avantgardistische Leidenschaft der Vertreter der ersten Generation, variierte diese und manifestierte eine historische Beruhigung des Expressionismus.

Das bewahrte die zweite Generation der Expressionisten nicht vor dem Schicksal ihrer berühmten Vorbilder: Ihre Werke galten als „entartet“ und wurden beschlagnahmt. So fielen 1937 allein in der Staatsgalerie Moritzburg nahezu 200 der ehemals sehr umfangreichen modernen Sammlung der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" zum Opfer und wurden beschlagnahmt, darunter auch Kurt Tuchs „Landschaft mit Figur“.

Aufgrund der veränderten politischen Verhältnisse und der damit verbundenen Eingriffe in das freie Kunstschaffen konnte Kurt Tuch ab 1933 nicht mehr nach Deutschland zurückkehren.

Neben Landschaftsbildern von grosser, dem expressionistischen Farbkanon verpflichteten Farbigkeit hinterlässt Kurt Tuch insbesondere zahlreiche mit grosser Perfektion gemalter Porträts.

Der Wanderer von Arlesheim

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Zuletzt aktualisiert: 3. Dez, 06:31

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