Arlesheim nicht unter den Top 150 der besten Standorte

Weltwoche-Ausgabe-5-November-2009

Die Ausgabe 45/09 der Weltwoche befasst sich mit Standortvorteilen der Gemeinden und listet die 150 Gemeinden auf, die am besten abschneiden - Arlesheim ist nicht dabei.

Insgesamt wurden 854 Gemeinden bewertet, 26 davon aus dem Kanton Baselland. Arlesheim belegt innerhalb des Kantons Rang 9, in der gesamtschweizerischen Auswertung Rang 219 - hinter Hunzenschwil (AG).

Bunter Gast in Arlesheimer Gärten

Distelfink-in-Arlesheimer-Garten
Stieglitz in Arleser Garten

Wer seinen Garten nicht über Mass aufräumt, lässt Blumen stehen – den Stieglitz, auch als Distelfink bekannt, freut’s, denn er ernährt sich an Sämereien. So ist zur Zeit da und dort in Arlesheim zu beobachten, wie der Stieglitz sich an den Kernen der Sonnenblume gütlich tut, teilweise sogar kopfunter hängend pickend.

Mit der auffallenden Färbung des Stieglitzes befassen sich auch Sagen: Als Gott allen Vögeln ihre Farben gegeben habe, sei der Stieglitz bescheiden in der hintersten Ecke sitzen geblieben. Als er als Letzter zu Gott gekommen sei, habe dieser keine Farbe mehr gehabt. Da habe Gott aus einem jedem Topf noch einen kleinen Tupfer gesucht: So seien der rote Schnabelgrund, der schwarze Scheitel, die schwarzen Flügel, der Schwanz, die gelbe Binde über den Flügeln, die weissen Tupfen an Kopf, Flügeln und Schwanz, der lichtbraune Rücken und die gelbweisse Unterseite zustande gekommen.

Einer anderen Sage zufolge soll der damals noch einfachfarbene Fink Jesus am Kreuz die Dornen aus dessen Haut gezogen haben um so sein Leid zulindern. Dabei sei der Vogel mit Blut besprenkelt worden, das er noch heute trage. - So ist auch zu erklären, warum die Abbildung eines Stieglitz auf mittelalterlichen Malereien und frühen Gemälden der Neuzeit oft vertreten ist und den Opfertod Jesu symbolisiert.
  • herbstverfallend - Fotodokument von Roland Zumbühl über die Vergänglichkeit der Sonnenblume

Kammermusik Arlesheim startet ins 8. Jahr

Kammermusik-Arlesheim-Programm-2010

Die Kammermusik Arlesheim (KMA) legt für ihre achte Saison ein vielseitiges Programm auf. Bei der Zusammenstellung des Programms gilt für die KMA der Grundsatz, dass ausschliesslich die Qualität der Ensembles ausschlaggebend ist. Wenn dazu noch die musikalischen Wurzeln einzelner Künstlerinnen und Künstler in Arlesheim liegen, freut dies umso mehr, schreibt die Initiantengruppe bestehend aus Ursula Bischof, Brigitte Dolenc, Annina Reinert, Nicole Schilling und Theodor Wirz.

Noch ist das Konzertjahr 2009 nicht zu Ende und bereits gilt sie als die erfolgreichste überhaupt. Der Eintritt in die jährlich vier Konzerte der KMA kann im Abonnement erworben werden: KMA, Postfach, 4144 Arlesheim.

Und so sieht das Programm 2010 aus:

Sonntag, 10. Januar 2010, 17 Uhr, Aula Gerenmatte:
Martin Bruns + Sonos Quartett

Sonntag, 25. April 2010, 17 Uhr, reformierte Kirche:
Regio Ensemble mit "Der Kuckuck und die Nachtigall"

Sonntag, 24. Oktober 2010, 17 Uhr, Aula Gerenmatte:
Charlie Chaplin, Ein Hundeleben (Familienprogramm)

Sonntag, 28. November 2010, 17 Uhr, reformierte Kirche:
Carols, Englische Chormusik

Ein Abend für Kids in Kalkutta

born-into-brothels

Im Oktober werden weiltweit Filmabende zur Unterstützung des Projekts "Hope House" organisiert. So auch in Arlesheim: Am Donnerstag, 22. Oktober 2009, wird im Stärne der Film Born into Brothels gezeigt. "Hope House" ist ein Projekt der Regisseurin Zana Briski und will 100 Kindern von Prostituierten in Kalkutta eine Chance geben, ihre persönlichen Lebensumstände zu verändern. Sie sollen im Hope House wohnen und eine erstklassige Schule besuchen können. Der Oscar-prämierte Film Born into Brothels dokumentiert das Leben dieser Kinder.

Programm am 22. Oktober 2009 im Stärne in Arlesheim:

18.30 Uhr: Dreigängiges indisches Menu (Fr. 28.50 p.P.)
20.30 Uhr: Filmvorführung Born into Brothels (Englisch, ohne Untertitel). Filmbesuch auch ohne Essen vorher möglich.

Der Stärnewirt bittet um Anmeldung fürs indische Essen:
staerne at werkstar.ch oder Tel. 061 701 99 52

Eintritt frei, anschliessend Kollekte zu Gunsten des Projekts.

Arlesheimer Street View by Paul Menz

Paul-Menz-Projekt-Arlesheim
Menz-Projekt Arlesheim: Aufnahme Nr. 77, Copyright by Paul Menz

472 Ansichten von Arlesheim beschert uns Paul Menz, ehemaliger Primarlehrer (1965 - 1996) in Arlesheim. Eine eigentliche Street View ist entstanden; nebst den bekannten Fotosujets wie Dom und Eremitage hat er vor allem im Dorfkern nicht nur Sehenswürdigkeiten sondern auch alltägliche Ansichten, die weniger zum Ruhm Arlesheims als besuchenswertes Dorf beitragen, festgehalten. Diese Szenen prägen unser Dorf ebenso wie die Postkartenansichten.

Paul-Menz-Projekt-Arlesheim1
Menz-Projekt Arlesheim: Aufnahme Nr. 108, Copyright by Paul Menz

Besten Dank an Paul Menz für die unentgeltliche Zurverfügungstellung der Aufnahmen.

"Das Leben selbst, das Leben schlechthin!"

Am Sonntag, den 27. September 2009 schliesst die Van Gogh Ausstellung im Basler Kunstumseum ihre Pforten. Das Werk Van Goghs ist in unzähligen Publikationen gewürdigt worden. - Ein schmales Bändchen von 48 Seiten stammt vom Arlesheimer Siegfried Streicher (1893 - 1966). Unter dem Eindruck einer Van Gogh Ausstellung 1927 reflektiert er über die Tragik von Van Goghs Leben und die Einmaligkeit seines Werkes.

Siegfried-Streicher-Van-Gogh-1928

Aus aktuellem Anlass drei Zitate aus Streicher, Siegfried, Vincent Van Gogh, Zürich und Leipzig 1928:

"Soviel Dichtigkeit und formale Gewalttätigkeit, soviel derbe Hässlichkeit und farbigen Reichtum und Schönheit des Vegetativen, soviel Sturm und Aufruhr und wieder süsse Beruhigung in einwärts lauschenden Gesichtern hatte ich kaum je an ein und derselben Wand gesehen. Nein, diese Wände schienen sich zu beugen unter der Last farbiger Gegensätze und malerischer Ereignisse; sie schienen übergossen von den Glanzen und Gluten einer wilden, brutalen, lohenden Farbigkeit, vom dröhnenden Gelborange eines Kornackers bis zum dunkelsten Dunkelblau eines nächtlichen Himmels."

"Oder war dieses nun das Leben selbst? Das Leben ausserhalb jeder gesellschaftlich-zeitlich-geschichtlichen Bindung? (...) Dieses Leben, bald geheimnisvoll ruhend, schweigend, schlafend in der smaragdgrünen Verzauberung eines Teiches, in der Gewalt eines gestirnten Himmels oder in der knisternden Glut einer Sonnenblume (...). Was sonst unerträglich und sinnlos mit "Mutter Natur" besprochen wird, gewinnt angesichts dieser kochenden Bilder seinen ursprünglichen Sinn und Inhalt wieder."

"Das Leben schlechthin! Und doch nicht sich selbst überlassen, wie sehr es wuchere, walte, wirke, sich wandle, fliesse, durch alle Metamorphosen des Sinnlichen hindurchwachse, überall gegenständlich und nirgends ganz haltbar und fassbar und immer wieder dieses ewig Eine und Gleiche in der unabsehbaren Lichkette seiner Leibwerdung."

Das Arleser Vlies

Der Arlesheimer Dom wird aussen renoviert. Zwischen dem 17. August und Ende November 2009 werden Arbeiten am Dach ausgeführt, Schäden an der Fassade behoben und das Gebäude umfassend gereinigt. Zu diesem Zweck muss vor der Westfront des Domes ein Gerüst aufgebaut werden, das den Blick auf die Fassade vom Domplatz her versperrt, teilt die römisch-katholische Kirchgemeinde mit.

Dom-Arlesheim-Renovation-2009-Vlies

Aus Sicherheitsgründen muss das Gerüst mit einem Vlies bespannt werden. Der Baubeauftragte des katholischen Kirchgemeinderates, Alois Schmidlin, hatte die Idee, auf das 700 m² grosse Vlies ein Foto des Domes drucken zu lassen. So können die vielen auswärtigen Besucher, die den Arlesheimer Dom täglich sehen möchten, dessen wunderschöne Fassade trotz Umbau geniessen.

Dom-Renovation-2009-Vlies

Ein Foto, das sich für eine so gigantische Vergrösserung eignet, lieferte Roland Zumbühl (www.picswiss.ch).

Dom-Arlesheim-Renovation-2009-Vlies2

Nach Beendigung der Domrenovation will die Kirchgemeinde das Vlies von einer gemeinnützigen Werkstätte zu Gebrauchsgegenständen (z.B. Handtaschen oder Rucksäcke) verarbeiten lassen. Der Verkaufserlös soll in die Domrenovationskasse fliessen.

Das Projekt wird von drei Sponsoren finanziert: der EBM Münchenstein, dem Gasverbund Mittelland AG (GVM) Arlesheim und der Raiffeisenbank Arlesheim.

Heri et hodie

Fassadenrenovation am Dom zu Arlesheim:
gestern ...

Dom-Arlesheim-Renovation-
Foto © Wanderer von Arlesheim

... und heute:

Roland-Zumbuehl-Dom-Arlesheim-Renovation-2009
Foto © Roland Zumbühl, 2009. Fotoquelle
Mit bestem Dank für die Genehmigung zur unentgeltlichen Verwendung.

"solo und alleine"

Roli-Frei

Freitag, 18. September 2009, 20 Uhr: Roli Frei mit seinem Programm "solo und alleine" im Gasthaus zum Stärne. Freier Eintritt, Kollekte.

Noch mehr Roli Frei? - Dienstag, 22. September 2009, 19.30 Uhr Abfahrt Schiffländte Basel zu einem Diner Surprise "Guitar and Vocals": Essen, nächtliche Impressionen, Rhein und Roli.

Nach Pruntrut und Eichstätt: Eberstein in Arlesheim

Am Sonntag, 20. September 2009, findet um 17 Uhr die Vernissage zur Ausstellung Christian Franz von Eberstein (1719 - 1797): Domherr in Arlesheim, Gelehrter - Sammler - Bücherfreund in der Trotte statt.

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"Gebiss eines sehr kleinen Hais". Aus Ebersteins Naturalienkabinett: Eberstein baute nebst seiner reichen Bibliothek auch eine kleine Kunstsammlung und ein Naturalienkabinett auf. Bildquelle

Mehr zur Ausstellung:

100 Jahre Arlesheim in Text und Bild

100-Jahre-Arlesheim-Buch-Saeulizunft
Badhof, Ausfahrt Kapelle Müller

Ende November erscheint "Hundert Jahre Arlesheim" (Arbeitstitel) mit Geschichten und Bildern aus dem Arlesheim des 20. Jahrhunderts. Herausgeberin ist die Säulizunft.

Das Buch kann ab dem 1.12.2009 zu Fr. 39.-- in der Buchhandlung Nische bezogen werden.

Führungen durch die Eremitage mit Vanja Hug

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Die Arlesheimer Eremitage: Blick auf den mittleren Weiher. Im Vordergrund die Wiese, auf der 1787 das Châlet des Alpes erbaut wurde (Standort: Foto linke Seite). Während der Französischen Revolution zerstört, wurde es nicht wieder aufgebaut.

Auf vielfachen Wunsch hat sich Vanja Hug, Autorin von Die Eremitage in Arlesheim. Ein Englisch-Chinesischer Landschaftsgarten der Spätaufklärung.
entschlossen, im Oktober 2009 jeweils an zwei Samstagen durch die Arlesheimer Eremitage zu führen: am 3. und 10. Oktober 2009 ist um 14.30 Uhr Besammlung auf dem Domplatz in Arlesheim. Die Führung dauert bis ca. 17 Uhr, maximal 17.30 Uhr.

Die Teilnehmenden werden gebeten, sich schriftlich (Hermann Suter-Strasse 9, 4053 Basel), per Mail (vanja.hug at bluewin.ch) oder telefonisch (061 271 97 00) bei Frau Dr. Vanja Hug anzumelden. Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen.

Weitere Führungen von Frau Dr. Vanja Hug voraussichtlich im März 2010.

Im Zeichen der Waldschnepfe

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Die neue Webseite des Naturschutzvereins Arlesheim, Headerbild

Der Naturschutzverein Arlesheim (NVA) feiert am 5. September 2009 sein 20-jähriges Bestehen mit einem Dorffest. Pünktlich zum Jubiläum hat der Verein eine Webseite aufgeschaltet, die über den Verein und seine Aktivitäten informiert. Dort findet sich ebenfalls das Festprogramm.

Wappenvogel des NVA ist die Waldschnepfe. Die Waldschnepfe brütet auf dem Boden, hauptsächlich in den Voralpen und im Jura zwischen 1000–1700 m Höhe. Lokal kommt sie auch in den Niederungen, in den Zentralalpen und auf der Alpensüdseite vor. Insbesondere in den Niederungen ist ihr Bestand rückläufig. Für ihre Gefährdung werden u.a. Störungen während der Brutzeit durch Freizeitaktivitäten verantwortlich gemacht. Sie ist dank ihres braunrot gescheckten Gefieders optimal für ein Leben auf dem Waldboden angepasst. Als Lebensraum benötigt sie ausgedehnte, eher feuchte und störungsarme Wälder. Im Winter ziehen die meisten Waldschnepfen in den Mittelmeerraum oder an die Atlantikküste in Westeuropa.

Der Wanderer von Arlesheim gratuliert zum Vereinsjubiläum und nimmt die Webseite gerne in seine Linkliste auf.

Eleonora Hänggi gestorben

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2003 hat Eleonora Hänggi ihre Lebensgeschichte veröffentlicht. Sie erzählt aus ihrem Leben und vom Alltag im noch ländlichen Arlesheim früherer Zeiten.

2006 erschien das Buch "Arlesheim. Menschen in ihrer Heimat". Es enthält ein Kapitel von Eleonora Hänggi, in dem sie über ihre besondere Verbundenheit zum Dom berichtet.

Am Samstag, 25. Juli 2009, ist die ehemalige Dorfschullehrerin im Alter von 93 Jahren in ihrem Elternhaus, in dem sie bis zum Schluss wohnte, verstorben.

Mit einer Arleser Wortwolke in die Sommerpause

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Der Wanderer wünscht kreative Sommertage. - Während der Sommerpause bleibt die Kommentarfunktion ausgeschaltet, blättern im virtuellen Skizzenbuch zu Arlesheims Kultur, Geschichte und Natur erwünscht.

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