Arlesheim: Heimat
Nun ist das Buch erhältlich: Arlesheim, Menschen in ihrer Heimat. In 15 Beiträgen werden Menschen porträtiert, die zu Arlesheim in einer besonderen Beziehung stehen. Jung und Alt kommen zu Wort; Bekannte und Unbekannte berichten über Wichtiges und Nebensächliches.
So begegnen wir den Marktfrauen und -männern des freitäglichen Gmüesmärts, lesen vom Schwimmbad als Arbeitsplatz - nicht nur für Badmeister -, wandern mit Oscar Studer durch die Eremitage, begleiten in Gedanken tollkühne Seifenkistenfahrer vom Schiessstand bis zum Dreiröhrenbrunnen und lesen, warum die Hohlen Felsen Fredy Hellers Heimat für seine unberührten Sehnsüchte und Ausflüchte sind.
Besonders eindrücklich ist, wie die heute 95-jährige Bertha Henner-Kaufmann die Wochen des Schappe-Streiks von 1945 nochmals aufleben lässt, als sie mit anderen Frauen zusammen die Initiative ergriff und für mehr Lohn und einen Gesamtarbeitsvertrag kämpfte. Oder die beiden alten Damen, die in einer Alterswohnung der Obesunne leben, und von früher erzählen. Fast nicht sattlesen kann man sich an solchen Zeilen gelebter Geschichte aus unserem Dorf.
Auf einfühlsame Weise porträtieren die Schwarzweissfotografien von Joschi Herczeg Arlesheim und seine Menschen; durch das Objektiv des Fotografen werden neue Blickwinkel offenbart, weitere Geschichten erzählt. Vielleicht gar die besten.
wanderer - 27. Nov, 16:21
Domspatz (Gast) - 28. Nov, 20:06
2-stündige Messen
in der reformierten Kirche? Hat es das vor 150 Jahren wirklich gegeben (ich muss mal Osggi Studer fragen)? Das habe ich mich heute gefragt, als das Buch bei mir eintraf und ich die Aufsätzlein der 4.Klässler las, die im Buch abgedruckt sind.
Den Text über den Coiffeur Langenbach, und vor allem auch die Foto, fand ich super. Du sagst es Wanderer: Die Fotos sind auch für mich das Highlight des Buches ... so beredt irgendwie. Gefallen hat mir auch der Satz von Daniel Fischler, dem römisch-katholischen Pfarrer: "Dort wo sich das Leben abspielt, bin ich präsent".
Den Text über den Coiffeur Langenbach, und vor allem auch die Foto, fand ich super. Du sagst es Wanderer: Die Fotos sind auch für mich das Highlight des Buches ... so beredt irgendwie. Gefallen hat mir auch der Satz von Daniel Fischler, dem römisch-katholischen Pfarrer: "Dort wo sich das Leben abspielt, bin ich präsent".
wanderer - 8. Jan, 18:02
Desperately seeking
Gebaeude sucht auf Arlesheimlich den Namen dieser Frau - wer weiss mehr?


Vielschreiberin E. Hänggi
Zuerst habe ich bei der Lektüre des neuen Arleser Buches gedacht, hoppla! Es gibt Menschen, bescheidene, die für die Gemeinschaft viel getan haben im Dorf, die Teil der Geschichte des letzten Jahrhunderts im Dorf sind, sich aber nicht bei jeder Gelegenheit vordrängeln, und von denen fehlen ein paar. Dafür erhält zum Beispiel Herr Fiechter, unser Dorfpolizist, mit seinem Töff zwischen den Beinen, die Gelegenheit uns mit sackstarken Sätzen zu ergötzen. Aber dann habe ich es mir überlegt: das ist eben Arlesheim anno 2006. Das ist eine Mischung von vielem. Und wer ein Podium erhält, der ist manchmal eine Bereicherung, oft auch nicht. So gesehen ist das Buch jedenfalls authentisch.
Der Bericht über die Zirkusleute unten im Tal, das ist einer, der mir gut gefallen hat. Oder Fredy Hellers Hohle Felsen. Berichte wie diese machen das Buch lesenswert.
Die Bilder, da hast du Recht Wanderer, die sind vom Feinsten.