Montag, 16. Oktober 2006

Die Glühwürmchen sind gezählt

Kober-Arlesheim-Gluehwuermchen
Diese Plakate sind zur Zeit im Dorf anzutreffen; die Kober-Schwabe-Stiftung sensibilisiert damit die Bevölkerung für Artenvielfalt im allgemeinen und die hiesige Glühwürmchenpopulation.

Weltweit gibt es über 2'000 Leuchtkäferarten, in der Schweiz sind vier davon heimisch. In Arlesheim dürfte vor allem das Grosse Glühwürmchen zu beobachten sein; auch der Kurzflügel-Leuchtkäfer lebt in unserem Raum, da er jedoch sehr unscheinbar ist, wird er oft nicht erkannt.

Glühwürmchen sind besonders gut um die Johannisnacht am 24. Juni zu beobachten, daher werden sie auch Johanniskäfer genannt. Sie sind Indikatoren für gut strukturierte Landschaften. In ihren Lebensräumen finden sich oft weitere seltene Tier- und Pflanzenarten. Leider kann man Glühwürmchen nicht „ansiedeln“, sondern nur dafür sorgen, dass die bestehende Population nicht in die Flucht geschlagen wird und ihr Lebensraum erhalten bleibt oder gar vergrössert wird. Diesem Anliegen steht zum Beispiel auch die wachsende Lichtverschmutzung entgegen. Glühwürmchen leben zwei bis drei Jahre als Larve, das Erwachsenenstadium dauert nur ein paar Tage bis Wochen. Sie sterben bald nach der Paarung und der Eiablage. Die Larven ernähren sich von Schnecken, sie verfolgen deren Spuren und lähmen sie durch Giftbisse. Durch das Leuchten oder Blinken signalisieren die Glühwürmchen Paarungsbereitschaft: meist sind es die Weibchen, welche nicht fliegen können, die sich so den fliegenden Männchen bemerkbar machen. Die vier in der Schweiz vorkommenden Leuchtkäferchen können anhand ihres Leuchtens bzw. Blinkens bestimmt werden.

Eva-SprecherDie Inge-Kober-Stifung aus Arlesheim hat nun Frau Dr. Eva Sprecher mit der Untersuchung der Arlesheimer Leuchtkäferchen-Vorkommen betraut. Frau Dr. Sprecher hat sich bereits mehrfach mit der Arleser Fauna befasst: Ihr verdanken wir wichtige Erkenntnisse zu den Hirschkäfervorkommen im Arlesheimer Spitalholz und zu unseren Holz bewohnenden Käfern im allgemeinen. Dem Aufruf der Inge-Kober-Stiftung im Wochenblatt folgten zahlreiche Arleserinnen und Arleser und meldeten gesichtete Glühwürmchen.

Die Ergebnisse dieser Studie werden am 19. Oktober 2006 um 18 Uhr im Ochsen präsentiert.

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